Einfache Verständigung

Unterstützte Kommunikation

Die Annahme, dass Kommunikation ein grundlegendes Bedürfnis des Menschen und für die Lebensqualität von entscheidender Bedeutung ist, stellt die Basis unserer Arbeit dar.

Verständigung schafft Teilhabe

Sich miteinander zu verständigen, Gefühle, Bedürfnisse, Wünsche und Informationen auszutauschen, ist sowohl eine wesentliche Bedingung für Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe, als auch Grundlage jeder Entwicklung und des Lernens (vgl. Wilken 2002).

Was ist Unterstützte Kommunikation?

Unterstützte Kommunikation (UK) ist die deutsche Bezeichnung für  Augmentative and Alternative Communication (AAC) und umfasst alle Kommunikationsformen, die fehlende Lautsprache ergänzen (augmentative), ersetzen (alternative) und unterstützen.

Hierzu gehören

Körpereigene Kommunikationsformen

Hierzu gehören beispielsweise Blicke, Mimik, Gestik, Laute, Gebärden, Berührung, Körperspannung…

externe Kommunikationshilfen

  • elektronische Geräte mit und ohne Sprachausgabe:

Taster, Ipads, Anybook Reader, Talker, PC, … 

            

  • Nicht-elektronische Hilfsmittel:

Gegenstände, Fotos, Kommunikationstafeln, Piktogramme, Symbole, Kommunikationsbücher,  …

Auf Grundlage einer umfassenden Diagnostik werden Kommunikationssysteme und -hilfen für unsere Schüler:innen erstellt und individuell angepasst. UK umgibt uns im Schulhaus als auch im Unterricht als grundlegendes multimodales Netzwerk, das unterschiedliche Wahrnehmungs- und Kommunikationsbereiche wie Sehen, Hören oder Bewegung anspricht.

Was ist TEACCH?

TEACCH (Treatment and Education of Autistic and related Communication handicapped Children) bedeutet: „Behandlung und pädagogische Förderung autistischer und in ähnlicher Weise kommunikationsbehinderter Kinder“. Dabei handelt es sich um einen umfassenden und ganzheitlichen Ansatz (vgl. Braun/Kristen, 2004).

Strukturierung

Im Vordergrund des TEACCH-Ansatzes steht einerseits „die Suche nach ganz individuellen Zugängen zum Einzelnen, andererseits die Suche nach individuellen Ausdrucksmöglichkeiten“ (Häußler 2003). Für eine umfassende Kommunikationsförderung bedeutet dies, dass sowohl das Verstehen als auch das sich Mitteilen miteinander verknüpft und berücksichtigt werden müssen. Zentrale Prinzipien sind dabei Strukturierung und Visualisierung, sowohl räumlich und zeitlich als auch des Arbeitsmaterials und der Handlungen.

Visualisierung

Mit dem Einsatz von individuellen Hilfen soll größtmögliche Selbständigkeit und Teilhabe ermöglicht werden: Bilder und Piktogramme veranschaulichen Handlungen und Tagespläne, Sanduhren und TimeTimer verdeutlichen Zeitabläufe, und ähnliches.